ILME: Mehrpolige Steckverbinder für industrielle Anwendung

MEHRPOLIGE STECKVERBINDER ❱ EMV ❱ CN i EMV Steckverbinder und Elektromagnetische Verträglichkeit Das Inkrafttreten der EMV-Richtlinie, mit der Pflicht, alle elektrischen und elektronischen Einrichtungen auf den durch die Norm vorgeschriebenen Festigkeitsgrad für elektromagnetische Verschmutzung zu bringen, hat zu einem neuerlichen Interesse an allen Maßnahmen geführt, die dazu dienen, die Wirkungen der elektromagnetischen Störungen einzuschränken. Elektromagnetische Störungen können in zwei Formen auftreten: geleitet oder gestrahlt . In Bezug auf Steckverbinder sind geleitete Störungen , die auf die mit den Steckverbindern verdrahteten Leiter übertragen werden z.B. harmonische Störungen, die die Netzspannung bei 50 Hz überlagern und durch verzerrte Spannungsabnahmen, durch elektromechanische oder elektronische Umschaltungen oder durch Radiofrequenzstörungen, die sich induktiv oder kapazitiv auf dem Kabel koppeln und so die übertragenden Signale überlagern, hervorgerufen werden. Ihre Merkmale sind Frequenz und Ausbreitung (Intensität). Sie können mit passiven elektrischen Schirmen auf der Leitung innerhalb gewisser Grenzen gefiltert werden, und zwar in Ausgabe (Emission) und Eingang (Störfestigkeit). Für die Filter ist der Planer der elektrischen Ausrüstung zuständig, der als einziger die gesamte Problematik kennt 3) . Gestrahlte Störungen , die als elektromagnetische Wellen übertragen werden, bestimmt man anhand der Ausbreitungswerte der elektrischen (V/m) und der magnetischen Felder sowie der Frequenz oder des Bandes (selten befinden sie sich auf einer einzigen Frequenz, sie belegen häufig ein Band). Falls sie aus dem Inneren der elektrischen Einrichtung herrühren, muss die Emission gesenkt werden. Falls sie hingegen von außen kommen, muss die Störfestigkeit erhöht werden. Elektromagnetische Störungen und Steckverbinder von ILME. EMV - Übersicht 380 kHz MHz 10 100 10 100 30 1000 1 Gestrahlte Störungen Geleitete Störungen Als Prüfgrundlage gilt, dass Störungen mit einer Frequenz von bis zu 30Mhz geleitet und solche mit Frequenzen ab 30 Mhz bis zu einem GHz gestrahlt sind. 3) Für die trapezoidalen Steckverbinder des ‘D-Sub’-Typs für digitale Datenübertragung, existieren im Handel zum Beispiel Steckverbinder, die mit Mehrzweckfiltern für eventuelle Leitungsstörungen ausgestattet sind. Die Quellen elektromagnetischer Störungen werden als funktional und nichtfunktional eingestuft. Funktionale Störquellen (z.B. Antennen, Mobiltelefone) nutzen die elektromagnetischen Hochfrequenz-Felder aus funktionalen Gründen. Bei nichtfunktionalen Störquellen (z.B. KFZ-Zündanlagen, Lichtbogenöfen) sind Störungen ein Nebenprodukt.

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