ILME: Mehrpolige Steckverbinder für industrielle Anwendung

MEHRPOLIGE STECKVERBINDER ❱ EMV ❱ CN i EMV Steckverbinder und Elektromagnetische Verträglichkeit In dem EMV-Prüflabor des CESI in Mailand, der nationalen akkreditierten Prüfinstanz, die für die Zertifizierung gemäß EMV-Richtlinie auf nationaler Ebene benannt ist, sind Prüfungen für die Messung der Schirmdämpfung der EMV-Spezialgehäuse für mehrpolige, rechtwinklige Steckverbinder für industrielle Anwendungen von ILME durchgeführt worden. Hierfür wurde die Methode der Gegenüberstellung mit Standardgehäusen gewählt. Die Schirmdämpfung (screening attenuation) einer Komponente wird als Verhältnis zwischen der im Inneren der Komponente ausgestrahlten Leistung und der maximalen Interferenzleistung, die außerhalb der Komponente in der Umgebung vorliegt ( VG 95214-11 ), definiert. Bei einem Steckverbinder kann es - wie bei einem Kabel - als Funktion der Übertragungsimpedanz bezeichnet werden, d.h. als Verhältnis zwischen der Sekundärspannung im Innern des Filters und derjenigen, die außerhalb des Filters vorhanden ist. Die Messung der Übertragungsimpedanz ist eine weit verbreitete und akkreditierte Methode, um die Schirmdämpfung von Steckverbindern und Koaxialkabeln bestimmen. Erst seit Neuerem, aufgrund der immer schnelleren digitalen Datenübertragung und Steigerung der Frequenzen der übertragenen Signale, ist in Bezug auf die Normen das Problem aufgetaucht, Methoden zu finden, die einerseits effizient und andererseits reproduzierbar sind, um die Messung der Schirmwirksamkeit auch an Steckverbindern vornehmen zu können, die eigentlich dem niedrigfrequenten Bereich angehören. Eine Methode für die experimentelle Bestimmung der oberflächlichen Übertragungsimpedanz (surface transfer impedance) einer Verbindung von Steckverbindern für Niedrigfrequenzen befindet sich noch in der Erprobungsphase des IEC. Um das eigene System von EMV-Gehäusen und EMV-Zubehör zu testen, wählte ILME das Line-Injection Verfahren ( line injection method ), das auf den deutschen Militärnormen VG 95214-10 und VG 95214-11 beruht. Versuchsverfahren. EMV - Übersicht 384 Ein von Port 1 des Messgeräts (Netzanalysator mit Ausgangsimpedanz 75 Ω ) erzeugtes Signal mit Frequenz zwischen 0,1 Mhz und 1000 Mhz zirkuliert in der Schleife 1, die aus einem isolierten Leiter (injection wire) besteht, der auf der Oberfläche der beiden gekoppelten Gehäuse (Schirm) und auf einem kalibrierten (und abgeschirmten) Widerstand von 75 Ω endet. Aufgrund des Störstroms i 1 , der in Schleife 1 injiziert wird, kommt es zu einer Sekundärspannung U 2 in Schleife 2, die aus einem Innenleiter (inner pick-up conductor) besteht, der mit zwei Kontakten an der Mitte der Stecker angebracht ist und auf einer anderen kalibrierten (isolierten) Impedanz von 75 Ω abschließt, die ihrerseits auf der Kopplung der Gehäuse an der als Filter dienenden Masse angeschlossen ist. Diese Spannung wird an Port 2 des Messgerätes für Parameter S (scattering parameters) gemessen. Der Netzanalysator betrachtet das geprüfte Gerät als Filter, arbeitet das Maß aus und liefert ein Diagramm, das die Schirmdämpfung (gemessen in dB) in Funktion der in Mhz ausgedrückten Frequenz darstellt. Schleife 1 Schleife 2 Störsender (Leiter) Störungsempfänger (Leiter) U 2 i 2 U 1 R 2 R i i 1 Netzanalysator (NWA) Netzanalysator (NWA) R 1 R g Legende: R g = Ausgangsimpedanz des Signalgebers (NWA Port1) R 1 = Endwiderstand des Geberschaltkreises (Schleife 1) R i = Eingangsimpedanz des Messgeräts (NWA Port 2) R 2 = Beendigungswiderstand des Messschaltkreises (Schleife 2)

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