WERMA: Katalog 2017/2018
173 www.werma.com Signalleuchten & Ampeln In der Nähe von Flughäfen und ab einer festgelegten Höhe ist es erforderlich, dass hohe Gebäude, Fabrikschornsteine,Türme, Masten usw. mit Hilfe von so genannten Hindernisfeuern markiert werden. Durch diese spezielle Beleuchtung sind Hindernisse auch bei Nacht, Dämmerung oder schlechter Sicht eindeutig für Piloten zu erkennen. Daher gilt die Hindernisbefeuerung als ein wichtiges Mittel der Flugsicherung. Warum werden Hindernisse befeuert? Die Art und Weise, wie Luftfahrthindernisse gekennzeichnet werden müssen, wird durch diverse Gesetze,Verordnungen, Richtlinien und Empfehlungen geregelt. Diese Regelungen haben einen festgelegten Wirkungsbereich und sind international miteinander verwoben . Als Sonderorganisation der Vereinten Nationen hat sich die Internationale Zivilluftfahrt-Organi- sation (ICAO) die Aufgabe gestellt, einheitliche Regelungen für die Sicherheit, Regelmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des internationalen Luftverkehrs zu erarbeiten und weiterzuentwickeln. Die Richtlinien der ICAO gelten nicht unmittelbar in den Mit- gliedsstaaten, sondern müssen von diesen in entsprechende nationale Rechtsvor- schriften umgesetzt werden. Die Anforderungen an Hindernisfeuer werden in Deutschland durch die Allgemeine Verwal- tungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) beschrieben. In den USA beispielsweise durch die FAA , die Federal Aviation Administration. • ”Low-intensity Obstacle Light”,Type A: permanent rot leuchtend als Nachtbefeuerung auf festen Hindernissen, mit einer Intensität von ≥ 10 cd • ”Low-intensity Obstacle Light”,Type B: permanent rot leuchtend als Nachtbefeuerung auf festen Hindernissen, mit einer Intensität von ≥ 32 cd. Schließt Typ A mit ein. Welche Richtlinien und Vorschriften gibt es? • Innerhalb Deutschlands: Nachtkennzeichnung von Luftfahrthindernissen beliebiger Höhe, wenn der höchste Punkt befeuerbar ist. • Gemäß der ICAO: Nachtkennzeichnung von Luftfahrthindernissen bis 45 m (”Low-intensity Obstacle Light”,Typ A und B), darüber hinaus in Kombination mit Gefahrenfeuern ("Medium-Intensity Obstacle Light") Wo kommen Hindernisfeuer zum Einsatz? Hindernisbefeuerung
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